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Mein Gästebuch

Norwegen 2007 mit Jörg

Unterwegs

Freitag, 11.05.

Um 14.30 Uhr bin ich bei Jörg, Kaffee trinken, packen, Elke drücken. Fressalien einkaufen und in den Fischboxen verstauen. In Bremen und Hamburg nehmen wir jeden Stau mit, verlieren unser Zeitpolster und kommen buchstäblich in der letzte Minute in Hirtshals an. Wir beziehen schnell unsere Kabine und versuchen bei dem starken Wellengang zu schlafen.

Schnee

Samstag, 12.05.

Die Kystlink Fähre ist pünktlich in Langesund. Wir fahren über Drammen, Portsholt usw. Von Fagernes wählen wir die RV 51 nach Otta und erfreuen uns an der herrlichen Schneelandschaft. Jörg überschwemmt mein Handschuhfach und alle Papiere und Ausweise mit Kaffee aus seiner undichten Thermosflasche. Kurz vor Dombas werde ich in der 60ger Zone per Radarpistole mit 72 erwischt.  2900 NKR Strafe soll ich zahlen. Das fängt ja gut an. Um 19 Uhr sind wir in Rödven und schleppen unsere Sachen auf die Alm. Wir finden unser Boot im Uwe Onken Camp. Ein offenes Boot mit zu schwerem 4takt 10 PS Motor. Um 21 Uhr fahren wir zur grünen Tonne und fangen unseren ersten Fisch.

Schnee1

Sonntag, 13.05.

Früh sind wir auf den Beinen, fangen aber wenig. Unser erstes Fischessen entschädigt uns!

Lecker, auch deswegen sind wir hier.

Montag, 14 05.

Lange haben wir ausgeschlafen. Wir fahren nach Andalsnes. Kaufen für Jörg fehlenden Tabak. Wir versuchen unser neues Echolot zu beleben. Entweder sind wir zu dusselig, oder das Ding ist im Eimer. Jörg lässt seine schlechte Laune lauthals an mir aus!! Um 11 Uhr fahren wir ohne Echolot zum Angeln. An der grünen Tonne treffen wir unsere Freunde Meinhard und Lutz aus Oldenburg, die wieder auf dem Campingplatz in Herje wohnen. Wir fahren bei Niedrigwasser zurück. Abends hindert uns starker Regen, den Fischen an die Kiemen zu gehen.

Meinhard
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Dienstag, 15.05.

Wir stehen um 04 Uhr auf, sind um 05 Uhr bei den Fischen. Nur ein Dorsch gibt sich die Ehre. Leider treibt uns das Sauwetter um 7 Uhr zur Alm zurück. 2tes Frühstück, dann um 10 Uhr zur grünen Tonne, erleben dort aber nur Fehlbisse. Wir fahren zum Essen zur Alm zurück und helfen der Verdauung durch waagerechte Ruhe. Nachmittags fahren wir zum Eidsbygda Campingplatz, um am Straumen zu blinkern. Jörg fängt einen sehr guten Pollack. Ungern gaffe ich den. Um nicht die neue Steganlage mit Fischblut zu beschmutzen, schicke ich Jörg mit dem Fisch zum Filetiertisch. Auf dem Weg dorthin verliert er den Fisch, der den Weg zurück ins Wasser findet. Natürlich bin ich wieder schuld! Wieder werde ich durch anhaltend schlechte Laune bestraft. Gut, dass ich Rotwein dabei habe!

Wetter

Mittwoch, 16.05.

Nach dem Frühstück besteht Jörg auf Hüttenreinigung? Muss wohl den Frust vom Vortag bewältigen. Wegen des schechten Wetters fahren wir nach Neras und Rekdal, um unseren vermeintlich nächsten Urlaubsort zu sichten. Um 23 Uhr sind wir wieder auf der Alm.

Heilbutt

Donnerstag, 17.05.

Endlich Sonnenschein! Von 10 bis 17 Uhr fangen wir 4 gute Seelachse. Im Camp können wir einen Heilbutt und einen Steinbeißer bewundern. Gefangen von Gästen des Camps. Nachmittags leihen wir uns von Uwes Scout einen Fischfinder. Bis 23 Uhr fangen wir Seelachse und einen Rotbarsch.

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Freitag, 18.05.

Mit montiertem Echolot fahren wir zum 5 mtr Berg vor der Stabskirche. Leider finden wir bei dem starken Wind den Berg nicht. Wir lassen uns zurücktreiben. Kurz vor der Lachsfarm fängt Jörg einen Seelachs von 12 Pfund. Kurz danach toppe ich das mit einem 18 Pfündigen. Um 18 Uhr sind wir zurück und müssen erstmals die Fische mit einer Schubkarre zum Filetieren fahren. Jörg klart das Boot auf. Um 22 Uhr angeln wir vom Steg aus. Dabei stelle ich fest, dass meine Pilkangel fehlt. Es werden vom Steg aus vier gute Butts gefangen. Die Heringe sind im Fjord.

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Samstag, 19.05.

Schnell frühstücken, das tolle Wetter ausnutzen. Ich finde meine Angel wieder, sie liegt auf Grund unter unserem Boot, ist Jörg beim Aufklaren wohl über Bord gegangen. Wir finden den 5 mtr. Berg, setzen dort eine Boje. An den Kanten fangen wir aber bei bestem Sonnenwetter nur Kleinzeug und Knurrhähne. Vor der Lachsfarm fangen wir 2 Seelachse um 8 Pfund. Jörg verliert einen sehr guten Leng. Natürlich bin ich wieder schuld! Es wird stürmisch. Wir angeln vom Steg mit Fischfetzen. Die Heringe beissen und wir fangen unser Mittagessen. Auf der Alm verbringen wir den Abend bei gemütlichem Kerzenschein, weil wegen eines Trafobrandes in Dombas der Strom ausgefallen ist.

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Sonntag, 20.05.

Um 9.30 Uhr aufstehen, es gibt Frühstück und Wind. Wir vertäuen uns an einer Boje vor der alten Lachsfarm und versuchen es mit Heringsfetzen auf Grund. Um 13 Uhr vertreibt uns die hohe Dünung. Nach Stärkung und Verdauen in der Waagerechten, versuchen wir am 5 mtr. Berg unser Glück. Ich erwische einen Seelachs von 12 Pfund, Jörg knallt Pilker ab. Angeln mit ihm ist nicht ungefährlich! Eine bedrohliche Wetterfront vertreibt uns. Wir angeln vom Steg mit Heringsfetzen. Jörg fängt sich selbst und andere Angler, bei denen er bleibende Eindrücke hinterlässt.

Jörg

Montag, 21.05.

Um 9 Uhr aufstehen, Jörgs Pilker auffüllen. Bei bestem Wetter fahren wir zu den Untiefen vor Sölsnes. Das war die richtige Entscheidung, weil dort ein Seelachsschwarm auf uns wartet. Jeder Wurf ein Treffer! Sogar ich werde von Jörg gefangen. Glück habe ich, denn der Pilker trifft mich “nur” im Rücken. Bis 16 Uhr fangen wir Seelachse, die wir wieder mit der Schubkarre befördern müssen. 10 kg Fischfilet können wir heute einfrieren. Es gibt Seelachsfilet in Eihülle. Um 24 Uhr will Jörg angeln. Ich wage mich zu verweigern. Schlechte Laune hat er auch so.

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Dienstag, 22.05.

Wieder versuchen wir, am 5 mtr Berg zu angeln. Aber nicht lange. Der Wind vertreibt uns. Jörg fängt 2 Knurrhähne, ich bleibe Schneider. Wir angeln vom Steg, fangen reichlich Heringe und läuten einen gemütlichen Kaminabend ein.

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Mittwoch, 23.05.

Lange haben wir geschlafen. Ich fahre nach Andalsnes, Geld auffüllen, da meine Planung durch Jörgs Tabak und Pilkerkauf nicht mehr stimmt. Um 11 Uhr versuchen wir es mit Naturködern und lassen uns bei Dünung und Wind mit ausgelegtem Bremsfallschirm in den Rödvenfjord treiben. Bei der Stabkirche geben wir auf und fahren bei Regen zurück. Auf der Alm räuchern wir in einem umfunktionierten Bierfass Heringe und Knurrhähne. Das Ergebnis mit frischem norwegischen Brot genossen,- einfach Klasse!

Räucherfisch

Donnerstag, 24.05.

Um 11 Uhr fahren wir trotz des Regens raus. Wir lassen uns in den Rödvenfjord vor unserer Bremse treiben. Heute besuchen wir die Sonderabteilung Fisch. Knurrhahn, Rotbarsch, Wittling, Schellfisch und Leng. Alles mit Fischfetzen in Grundnähe gefangen. Um 17 Uhr haben wir genug Regen abbekommen und freuen uns auf in Folie gegarte Heringe, gepaart mit Folienkartoffel, danach legen wir eine Putz und Flickstunde ein.

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Freitag, 25.05.

Regen weckt uns. Zum Geburtstag bereitet Jörg uns Rührei mit Speck. Wir packen und warten auf Sonnenschein. Nicht umsonst! Wir fahren zur Lachsfarm und angeln bis zum nächsten Regen. Wir geben auf! Jörg macht das Boot übergabefertig, ich lade unsere Angelsachen ein. Ich verabschiede mich von den Gästen im Uwe Onken Camp, mit denen wir oft gemeinsam geangelt haben. Jörg wartet vorsichtshalber beim Auto. Um 15 Uhr grillen wir auf der Alm Nackensteaks. So schmeckt also Fleisch! Nach den köstlichen Fischgerichten mal was Anderes. Wir schleppen unsere Utensilien zum Auto und haben fertig.

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Samstag, 26.05.

Ich verladen die Reste und die frierenden Fische, Jörg nimmt die Endreinigung vor. Um 7 Uhr geben wir den Schüssel beim Vermieter ab, sagen “auf Wiedersehen” und machen uns auf den Heimweg, immer auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achtend. Jorg findet im Handschuhfach seinen vermissten Aldi Tabak. Pünktlich treffen wir in Langesund ein und beziehen unsere Koje.

Sonntag, 27.05.

Um 23.30 Uhr werden wir geweckt, frühstücken unsere letzten Brote auf der Fähre. Bei gutem Wetter fahren wir durch Dänemark und diesmal ganz ohne Stau durch Hamburg. Alle 2 Stunden mache ich eine Pause. Jörg scheint zu schlafen, jedenfalls höre ich nichts von ihm. Um 8 Uhr sind wir wohlbehalten wieder in Oldenburg. Jörg macht mich lauthals an, weil er nicht Auto fahren durfte, weil ich zu wenig Pausen machte.

Ein toller Abschluss! Genervt von seiner dummen Art fahre ich nach Hause und nehme mir vor, nur noch mit “Erwachsenen” nach Norwegen zu fahren!

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